Umzug! - oder: Byebye, facebook, und hallo Instagram!

"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen", sagte der deutsche Mathematiker und Physiker Georg Christoph Lichtenberg.

Dieses Zitat kann man wahrlich auf viele Weisen auslegen, doch gemeinsam haben sie alle, dass Veränderung nichts Schlechtes sein muss - sondern grundlegend dafür, dass der Status Quo nicht ewig der Status Quo bleibt, egal in welche Richtung.

Und ich wage jetzt mal einen Neuanfang; und zwar im Bereich Social Media.

Seit Anbeginn meiner öffentlichen Tätigkeit als Autorin bin ich im Internet präsent, sowohl mit meiner eigenen Homepage (in zahlreichen Designs seitdem! ;-) ) als auch einer facebook-Seite. Irgendwie war das damals für mich die einzig logische Möglichkeit, um mit meinen Lesern in Kontakt zu treten und eine Anlaufstelle zu meinem Schaffen zu geben. Ich habe die Eignung von facebook zu eben jenem Zweck gar nicht weiter hinterfragt. 2014 war irgendwie noch jeder auf facebook und nutzte es tagtäglich.

Abgesehen davon, dass dieses Verhalten sowieso stark rückläufig ist, weil neue Plattformen den Markt stürmen, muss ich sagen, dass ich die letzte Zeit insbesondere nicht mehr zufrieden war mit der Art und Weise, wie ich mich auf facebook präsentieren kann. Das fängt bei gedrosselter Reichweite und der Aufforderung zum Sponsoring von einzelnen Posts an und hört bei der allgemeinen Nutzergruppe auf. Denn mehr als einmal habe ich unangenehme PNs von zweifelhaften Personen bekommen oder habe auch gerade in der Autorencommunity eine Jeder-gegen-jeden-Hate-Community erlebt, dazu fehlen mir die Worte. Mir wurde dieses ganze Eifersuchts- / Kein-gutes-Haar-am-anderen-mehr-lassen-Gehabe einfach zuwider - mal ganz abgesehen von dem deprimierenden Effekt, den Posts von anderen Autoren auf mich hatten, wo es augenscheinlich nur noch darum ging, einander zu übertrumpfen ala "Ich habe heute 4000 Wörter geschrieben und es ist kein Ende in Sicht!" / "Ich habe in zwei Wochen ein ganzes Buch geschrieben!" / "Vielen Dank für die 300. Rezension zu meinem Baby, hach, mir kommen die Tränen!".

Natürlich ist kein soziales Netzwerk davor gefeit, dass dort nur die Realität abgebildet wird - und auch gerade Instagram mit den schön bearbeiteten und tausendfach gefilterten Fotos will ich sowas nicht absprechen. Aber was mir dort grundlegend besser gefällt, ist das Miteinander. Bisher ist mir auf meinem privaten Instagramprofil noch nicht einmal jemand dumm gekommen oder ich habe Hate erlebt oder was auch immer. Die Community scheint auch im Bereich der Hobbyautoren viel... ausgeglichener. Während sich auf facebook in den Schreibgruppen regelrecht zerfleischt wird, bekommt man hier tatsächlich auch nette Antworten auf Kommentare unter den Bildern. Vielleicht, weil es in erster Linie um eben das geht: Schöne, ansprechende Fotos. Nicht eine Dokumentation des Alltags. Der Aufwand dahinter ist ein ganz anderer. Ich habe bei mir selbst schon festgestellt, dass ich mir für meine Instagram-Posts wesentlich mehr Mühe gebe als auf facebook, wo man einfach einen Zweizeiler in das "Was machst du gerade?"-Feld hämmern und auf Enter drücken konnte - und schon hatte man sich mitgeteilt. Die Einfachheit dahinter verleitet natürlich auch dazu, weniger Relevantes kundzutun; und dazu scheint facebook mehr und mehr verkommen zu sein. Wie der Sänger einer meiner Lieblingsbands, Snöt von Tüsn, es in einem Interview so treffend bezeichnete, als er auf ihre damals noch nicht existente facebook-Präsenz angesprochen wurde: Facebook ist ein Ort der Belanglosigkeit.

Jeder kann alles posten, kann zu allem ungefragt seinen Senf abgeben und sich seine Zeit mit witzigen Katzenbildchen oder Kurzvideos vertreiben. Oder "Markiere einen Freund, der..."-Aktionen und solchem Kram.

Diese Entwicklung der Plattform, die ich früher eigentlich ganz annehmbar fand, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben oder die aktuellsten News von Bands und Co mitzubekommen, nervte mich privat schon länger, bis ich dieses Jahr zu dem Punkt kam, an dem mir klar wurde: Warum ärgert mich das? Warum ärgert mich das und ich fügte mich dem, warum nicht was ändern? Ich habe es doch in der Hand, ob ich hier weiter über mein schriftstellerisches Schaffen blogge und es kein Mensch liest (weil mir vielleicht mal wieder die Reichweite runtergeschraubt wurde oder der Post den ersten zehn Leute, die ihn sahen, nicht interessant genug vorkam und er daher im News Feed der übrigen 400+ überhaupt nicht vorkam und so weiter und so weiter...).

Und genau das habe ich mir zunutze gemacht. Weg von facebook und dem ganzen Ärger und Nonsens dahinter, hin zu Instagram. Einfach mal was Neues ausprobieren. Weil es Zeit dazu war. Denn wie Herr Lichtenberg bereits sagte: Um Neues zu sehen, muss man eben etwas Neues machen.

Und wenn ich in drei Wochen merken sollte, dass das doch eine ganz dumme Idee war, dann, hey, sei's drum, dann habe ich mein altes facebook-Profil ja noch. Die Seite bleibt nämlich weiter bestehen und wird auch mit den gravierendsten Veränderungen wie zum Beispiel einer neuen Veröffentlichung weiterhin geupdated. Aber ansonsten - möp. Geht da nichts mehr. Meine alltäglichen Fortschritte, Schwierigkeiten und Durchbrüche mit meinen Projekten dokumentiere ich jetzt, zusammen mit mühevoll konzipierten und geschossenen Fotos, auf Instagram <3

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dort ein "Follow" oder ein Herzchen auf meine Beiträge dalasst, wenn sie euch gefallen und interessieren :)

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