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Schreiben. || Why I Write

Wenn ich nach meinen Hobbys gefragt werde, antworte ich fast immer an erster Stelle: „Schreiben.“

Ich schreibe gerne. Und jedes Mal finde ich, dass das so… plump klingt. „Schreiben“ wie „Buchstaben zeichnen“? Wie Spaß daran haben, meine Handschrift zu verbessern, „Schreiben“ einfach nur um des Schreibens willen?

„Geschichten schreiben“, erkläre ich dann meistens noch. Manchmal sogar Bücher. Das klingt schon besser. Und dennoch – es ist immer noch viel zu wenig, aus meiner Sicht, um auszudrücken, was ich mache und was es mir bedeutet. Es ist nicht nur Schreiben. Es ist so viel mehr als das:

Schreiben, das ist für mich, fremde Welten zu erkunden, aus den verschiedensten Augen heraus. Mich von jetzt auf gleich in ein Abenteuer zu stürzen, nur aus dem Kopf heraus, kraft meiner Gedanken. Ich kann ich sein oder mir ähnlich oder jemand ganz anderes, völlig egal. Ich habe alle Fäden in der Hand.

 

Schreiben ist die Chance, alle Grenzen des Möglichen aufzuheben, wenn man denn will. Oder man hält sich an sie. Oder variiert sie nur ein wenig. Es ist Zeitreisen, vor und zurück, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder irgendwo dazwischen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein bisschen „Ich mach mir die Welt / Widdewidde wie sie mir gefällt“, ein bisschen Daniel Düsentrieb spielen.

 

Schreiben ist die Zeit zu vergessen und ganz in das Geschehen vor dem geistigen Auge einzutauchen, wie ein Kinofilm, nur intensiver. In bester Bildqualität und mit absoluter Zufriedenheitsgarantie.

 

Schreiben ist mir Kummerkasten, Boxsack und Stressventil zugleich. Es ist abschalten und ausspannen sowie Adrenalinjunkie sein und sich Hals über Kopf in die Action zu stürzen. Ein Multitalent.

 

Schreiben ist seine Gedanken anderen zugänglich zu machen. Und ihnen die Grundlage geben, sich eigene zu machen. Es ist die Verschriftlichung des eigenen Kopfes. Es ist die absolute, ultimative Selbstverwirklichung.

 

Schreiben ist mein Hobby, mein Steckenpferd, meine Leidenschaft. Ich gehe nicht zu weit, wenn ich sage, es ist mir sogar ein Bedürfnis – wie den Druck aus dem pfeifenden Teekessel zu nehmen, bevor er platzt. Die Ideen müssen raus, wollen in Worte gefasst und niedergeschrieben werden.

 

Zugegeben, ja, manchmal ist es anstrengend und schlaucht, ab und an nervt es sogar und es läuft gar nicht, doch letzten Endes komme ich immer wieder dorthin zurück. Ich kann gar nicht anders. Irgendeine Geschichte spinnt mein Gehirn immer vor sich hin und lässt mich damit erst wieder in Ruhe, wenn ich sie aufgeschrieben habe.

 

Schreiben mit Leib und Seele ist ein dauerhafter Prozess, der sich nicht abschalten lässt. Es ist aus allem seine Inspiration zu ziehen, jeden Traum verwerten zu können und urplötzlich von Ideen überfallen zu werden, egal ob man gerade an der Supermarktkasse steht oder in einer wichtigen Klausur sitzt. Es ist in allen Maßen unbegrenzt.

 

Es ist nicht nur „schreiben“. Es ist eine Lebenseinstellung. <3

#WortZumSonntag

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